Schwacher Dollar Euro nimmt Kurs auf 1,50 Dollar

Der Euro ist am Mittwoch erstmals seit Ende 2009 über die Marke von 1,47 Dollar gestiegen. Kurzfristig wird sich an der Dollar-Schwäche wohl auch nichts ändern: Die US-Notenbank Fed dürfte bei ihrer heutigen Entscheidung die Zinsen unverändert nahe Null Prozent lassen.
Starker Euro, schwacher Dollar: Während in der Euro-Zone die Zinsen steigen, bleiben sie in den USA voraussichtlich unverändert nahe Null Prozent

Starker Euro, schwacher Dollar: Während in der Euro-Zone die Zinsen steigen, bleiben sie in den USA voraussichtlich unverändert nahe Null Prozent

Foto: Dan Kitwood/ Getty Images

Frankfurt am Main - Bereits in der Nacht zum Mittwoch rückte der Euro  auf bis zu 1,4713 Dollar vor. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung dann bei 1,4680 Dollar. Ein Dollar war damit 0,6812 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,4617 (Donnerstag vor Ostern: 1,4584) Dollar festgesetzt.

Haupttreiber der Kursentwicklung ist nach wie vor die Geldpolitik. Während die EZB zuletzt die Zinswende im Euro-Raum eingeleitet hatte, sieht es in den USA nicht nach schnellen Zinserhöhungen aus.

Daran dürfte sich auch am Mittwochabend nicht viel ändern, wenn die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekannt gibt. Experten rechnen mit einer Bestätigung des sehr expansiven Kurses mit Leitzinsen nahe Null Prozent. Signale für Zinserhöhungen werden nicht erwartet.

Mit Spannung blicken die Anleger jedoch auf ein Novum für die US-Geldpolitik: Erstmals wird die Fed nach ihrer Zinsentscheidung eine Pressekonferenz abhalten.

mg/dpa-afx
Mehr lesen über Verwandte Artikel