Honorar 45 Millionen Euro Vorschuss für deutschen Lehman-Insolvenzverwalter

Der Insolvenzverwalter für das Deutschland-Geschäft der Investmentbank Lehman Brothers, Michael Frege, hat 45,3 Millionen Euro als Honorar-Vorschuss erhalten. Von der zahlungsunfähigen Lehman Brothers Bankhaus AG fordern mehr als 400 Gläubiger rund 38 Milliarden Euro.
Von Mark Böschen und Thomas Katzensteiner
Lehman Brothers: Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 war ein Schlüsselmoment der Finanzkrise

Lehman Brothers: Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 war ein Schlüsselmoment der Finanzkrise

Foto: epa Peter Foley/ dpa

Hamburg - Das Amtsgericht habe den Vorschuss bewilligt, weil davon auszugehen sei, dass das Honorar, das Frege und seinem Team von der Kanzlei CMS Hasche Sigle für das seit November 2008 laufende Insolvenzverfahren zusteht, am Ende mindestens diese Höhe erreichen werde, sagte ein Gerichtssprecher. Das berichtet manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (15. April) im Handel ist.

Von der zahlungsunfähigen Lehman Brothers Bankhaus AG fordern mehr als 400 Gläubiger rund 38 Milliarden Euro.

Das Honorar übertrifft sogar das des Karstadt-Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, der für seine Arbeit bei dem Warenhauskonzern rund 38 Millionen Euro bekommen hatte. Frege stammt aus einer Juristenfamilie, sein Großvater war der erste Präsident des Bundesverwaltungsgerichts. Freges jüngerer Bruder Andreas ist besser bekannt als Campino, Sänger der Punk-Band Die Toten Hosen.

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