Commerzbank Eigenmittelquote droht zu sinken

Die Eigenmittelquote der Commerzbank droht infolge einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit US-Investoren abzusinken. Davor warnt die Bank in ihrem aktuellen Wertpapierprospekt zur Kapitalerhöhung.
Von Ulric Papendick
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Der Streit mit US-Investoren um Hybridanleihen könnte für das Institut unangenehme Folgen haben

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Der Streit mit US-Investoren um Hybridanleihen könnte für das Institut unangenehme Folgen haben

Foto: Arne Dedert/ dpa

Hamburg - Die Eigenmittelquote der Commerzbank droht infolge einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit US-Investoren abzusinken. Das berichtet das aktuelle manager magazin (Erscheinungstermin: 15. April).

Hintergrund des drohenden Kapitalschwunds ist ein Streit der Commerzbank mit einigen institutionellen Investoren. Im Kern geht es bei der Auseinandersetzung um die Frage, ob die Bank die von ihren Konzerntöchtern begebenen Genussscheine und Hybridanleihen bedienen muss oder nicht.

Mittlerweile klagen die Anleger vor Gerichten in Deutschland und dem US-Bundesstaat Delaware. Erste Urteile deuten darauf hin, dass sich die Investoren, darunter der US-Hedgefonds QVT und die Bank of New York Mellon, vor Gericht durchsetzen könnten.

In diesem Fall könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Hybridpapiere nicht mehr als Eigenmittel anerkannt würden, warnt die Commerzbank selbst in ihrem aktuellen Wertpapierprospekt zur Kapitalerhöhung. Dies könne zur Folge haben, dass die Eigenmittelquote der Bank um 1,4 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent sinke.

Die aus regulatorischer Sicht entscheidende Kernkapitalquote der Bank, die in Folge der geplanten Rückzahlung der Staatshilfen von 10,3 Prozent auf 8,8 Prozent sinkt, wäre davon nicht betroffen.

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.