Dialyse FMC übernimmt Kliniken in Golfstaaten

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care übernimmt sechs Kliniken im Emirat Abu Dhabi und fasst auf diese Weise Fuß in der Golfregion. Außerdem bleibt FMC offenbar von Kürzungen im US-Gesundheitswesen verschont. Die Aktie legt deutlich zu.
Dialysegerät: FMC ist Marktführer im Bereich Blutwäsche

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Foto: DDP

Frankfurt am Main - Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) sind am Montag mit knapp 2 Prozent Kursplutz an die Spitze des Dax geklettert. Börsianern zufolge muss der Dialysespezialist nicht mehr mit Einschnitten in den USA durch Medicare, die staatliche Krankenkasse für ältere US-Bürge, rechnen. Hier seien Kosten von 240 Millionen Dollar erwartet worden, sagte ein Börsianer.

Außerdem fasst das Unternehmen Fuß in der Golfregion. FMC hat Ende März das Management für sechs Dialysekliniken von Abu Dhabi Health Services (SEHA) in Abu Dhabi übernommen. Der Vertrag habe eine Laufzeit von zehn Jahren und gelte seit dem 27. März 2011, teilte FMC in Bad Homburg mit. Im September 2010 war bereits eine Vorvereinbarung getroffen worden.

FMC übernimmt das Management der sechs Dialysekliniken von SEHA im Emirat mit zusammen rund 600 Patienten. Eine weitere Dialyseklinik für rund 260 Patienten befindet sich derzeit im Bau. Die Ärzte und das Pflegepersonal bleiben Mitarbeiter von SEHA. Über die finanziellen Details des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Fresenius Medical Care AG & Co KGaA  ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen.

la/dpa-afx