Rohstoffe Ölpreis auf Zweieinhalbjahreshoch

Die anhaltenden Unruhen in den ölreichen arabischen Staaten haben den Ölpreis am Montag weiter in die Höhe getrieben. Auch die Abkehr von der Atomenergie heizt die Nachfrage an.
Unruhen belasten: WTI-Öl so teuer wie seit der Lehman-Pleite nicht mehr

Unruhen belasten: WTI-Öl so teuer wie seit der Lehman-Pleite nicht mehr

Foto: © David Mdzinarishvili / Reuters / REUTERS

Frankfurt am Main - Die US-Ölsorte WTI verteuerte sich um bis zu 0,7 Prozent auf 108,74 Dollar je Barrel und war damit so teuer wie seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers Mitte September 2008 nicht mehr. Das Nordsee-Öl Brent  näherte sich mit einem Spitzenpreis von 119,48 Dollar seinem Zweieinhalbjahreshoch von Ende Februar auf weniger als 30 Cent an.

Neben den Kämpfen in Libyen und den Protesten in anderen Staaten sorgten auch die starken US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag für die Kurs-Entwicklung, betonte Rohstoffexperte John Vautrain vom Energieberater Purvin and Gertz. "Die Ölnachfrage steigt dieses Jahr deutlich. Der Grund dafür sind die Aussichten für die Weltwirtschaft." Außerdem müsse Japan nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe von Fukushima zur Stromgewinnung verstärkt auf fossile Energieträger zurückgreifen.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat kräftig angezogen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 113,36 Dollar. Das waren 1,94 Dollar mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

mg/dpa-afx
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