Gewinnverdoppelung Salzgitter stockt Dividende auf

Der Stahlkonzern Salzgitter erhöht die Ausschüttung an seine Aktionäre. Die Eigner sollen eine um mehr als ein Viertel auf 32 Cent je Aktie aufgestockte Dividende erhalten. Der Vorsteuergewinn werde sich im laufenden Jahr mehr als verdoppeln. Der Kurs der Salzgitter-Aktie sinkt dennoch.
Stahlwerk von Salzgitter: Höherer Gewinn, höhere Dividende

Stahlwerk von Salzgitter: Höherer Gewinn, höhere Dividende

Foto: dapd

Salzgitter - 28 Prozent höhere Dividende für Salzgitter-Aktionäre: Der Stahlkonzern hat die Ausschüttung an seine Aktionäre auf 32 Cent je Anteilsschein aufgestockt. Das hat das Unternehmen am Freitag bekannt gegeben. Im Vorjahr waren 25 Cent an die Eigner geflossen. Nach tiefroten Zahlen im Krisenjahr 2009 hat Deutschlands zweitgrößter Stahlkocher im vergangenen Jahr dank des Konjunkturaufschwungs einen Überschuss von 30 Millionen Euro erzielt.

An der Börse machten heute viele Salzgitter-Aktionäre Kasse: Der Kurs der Anteilsscheine hatte seit Mitte des Monats um rund 9 Prozent zugelegt, weil bereits viele Anleger mit einer deutlich höheren Dividende des Unternehmens gerechnet haben. Entsprechend verkauften viele Anleger heute die Titel heute - und der salzgitter-Aktienkurs sank nach Bekanntgabe der Dividendenhöhe um etwa 0,45 Prozent auf rund 55,20 Euro.

Für das laufende Jahr bekräftigte der ThyssenKrupp-Rivale seine Erwartungen. Demnach soll der Umsatz um 10 bis 15 Prozent steigen. Der Vorsteuergewinn von zuletzt knapp 50 Millionen Euro werde sich mehr als verdoppeln. Diese Prognose hatte bereits Anfang März für Enttäuschung bei Anlegern gesorgt, die deutlich mehr Zuversicht von Salzgitter erwartet hatten.

Bei Salzgitter lief im vergangenen Jahr vor allem die Produktion von Flachstahl und Grobblech wieder rund und trieb den Umsatz im Stahlgeschäft um mehr als ein Drittel nach oben. Weil die Erlöse aber erst ab Mitte 2010 wieder anzogen und am Bau kaum mehr Profilstahl und Spundwände gebraucht wurden, schrieb der Stahlbereich noch rote Zahlen. Das soll sich 2011 aber ändern. Der Stahlhandel kehrte im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurück, wogegen Salzgitter im Röhrengeschäft deutlich weniger verdiente. Auch 2011 sei bei Röhren mit weiter sinkenden Gewinnen zu rechnen.

kst/rtr
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