Energie Mehr Öl

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist deutlich mehr Rohöl nach Deutschland importiert worden - gleichzeitig sind die Preise gesunken.

Frankfurt/Main - Der drastische Verfall der Ölpreise an den internationalen Märkten hat die deutsche Ölrechnung in diesem Jahr bereits um 20 Prozent verbilligt. Von Januar bis September stieg die Einfuhr von Rohöl um 12,3 Prozent auf 82,1 Millionen Tonnen. Gleichzeitig ging jedoch die Rohölrechnung um 19,7 Prozent auf 14,7 Milliarden Mark zurück. Dies teilte das Bundesamt für Wirtschaft am Mittwoch mit.

In den ersten drei Quartalen lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Rohöl mit 178,74 Mark durchschnittlich um 28,5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im September betrug der Importpreis sogar nur noch 167,58 Mark. Das waren 32,9 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Die fünf wichtigsten Lieferländer waren in den ersten neun Monaten Rußland (20,4 Millionen Tonnen), Norwegen (17,0), Großbritannien (15,0), Libyen (10,0) und Syrien mit 4,0 Millionen Tonnen. 39 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseequellen, 28 Prozent wurden aus den OPEC-Ländern importiert.

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