PC-Ware Furioser Börsenstart

Mit einem Kurssprung ist der Leipziger Software-Spezialist am Neuen Markt gestartet.

Frankfurt am Main - Die Erstnotierung der Aktie am Neuen Markt betrug 38 Euro. Sie war damit doppelt so hoch wie der Ausgabepreis, der am Vortag mit 19 Euro festgelegt worden war.

"Mit einem solchen Start habe ich nicht gerechnet", sagte Vorstands-Chef Knut Löschke. Besonders freue ihn, dass zahlreiche Großinvestoren gekauft hätten und der Börsenstart im zweiten Anlauf so gut geklappt habe. Insgesamt waren 2.467.000 Aktien angeboten worden. Das Zeichnungsvolumen überstieg das angebotene Aktienvolumen um das 8,7-fache.

Ursprünglich wollte PC-Ware bereits im September 1999 an die Börse. Der Gang wurde jedoch verschoben, weil es die Firma Löschke zufolge nicht richtig verstanden hatte, das komplizierte Geschäftsfeld des Unternehmens darzustellen.

Die bei dem Börsengang erzielten Einnahmen in Höhe von etwa 40 Millionen Mark will Löschke für die weitere Expansion einsetzen. "Wir wollen neue Kunden in den Kernländern der Europäischen Union gewinnen", sagte der Vorstands-Chef.

PC-Ware sieht sich als führender Software-Dienstleister für Geschäftskunden. Mit derzeit rund 170 Beschäftigten kümmert sich das Unternehmen um die Auswahl und Lieferung von Standardsoftware, berät Kunden bei der Softwarebeschaffung und der Konzeption von Netzwerken, entwickelt aber auch eigene Softwarelösungen, wie es weiter hieß.

Im Geschäftsjahr 1999/2000 steigerten die Leipziger den Umsatz um rund 40 Prozent auf 105,5 Millionen Euro (206,3 Millionen Mark). Bis 2005 soll der Umsatz nach Unternehmensplanungen auf eine halbe Milliarde Euro anziehen.