Rohstoffe Ölpreis bleibt auf hohem Niveau

Die Ausfälle in Libyen haben den Ölpreis am Dienstag weiter steigen lassen. Unterdessen dementierte Saudi-Arabien einen Bericht, man habe Panzer ins Königreich Bahrain geschickt. Die Börse in Saudi-Arabien war zuvor eingebrochen.
Moschee in Riad: Die Börse in Saudi Arabien erlebte den höchsten Tagesverlust seit mehr als zwei Jahren

Moschee in Riad: Die Börse in Saudi Arabien erlebte den höchsten Tagesverlust seit mehr als zwei Jahren

Foto: ALI JAREKJI/ REUTERS

New York - Ein Barrel der Sorte Brent verteuerte sich um 0,9 Prozent auf knapp 113 Dollar, WTI wurde mit 97,37 Dollar 0,4 Prozent höher gehandelt. Gedämpft wurde der Preisauftrieb laut Händlern von der Bereitschaft Saudi-Arabiens, für die Lieferausfälle Libyens in die Bresche zu springen.

Auch der Rückgang des chinesischen Einkaufsmanagerindex hielt den Anstieg des Ölpreises im Zaum. Die Anleger seien hin- und hergerissen zwischen der Furcht vor Lieferausfällen auf der Angebotsseite und der Sorge vor einem zu starken konjunkturellen Dämpfer in China auf der Nachfrageseite, sagte ein Händler. Der Einkaufsmanager-Index der chinesischen Industrie war im Februar auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten gefallen.

Demonstrationen der schiitischen Mehrheit in Bahrain

Saudi-Arabien hat nach offiziellen Angaben keine Panzer ins Königreich Bahrain geschickt, um Demonstranten gegen die Führung in Schach zu halten. Ein Regierungsvertreter dementierte am Dienstag einen entsprechenden Bericht einer ägyptischen Zeitung, der an den Finanzmärkten für Nervosität gesorgt hatte.

Ermutigt von den Erfolgen der Regierungsgegner in Tunesien und Ägypten kommt es in Bahrain seit gut zwei Wochen zu Demonstrationen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Die schiitische Bevölkerungsmehrheit fühlt sich von der sunnitischen Königsfamilie benachteiligt.

Die saudiarabische Börse fuhr angesichts neuer Ängste über ein Übergreifen der Unruhen auf den weltgrößten Ölexporteur am Dienstag den höchsten Tagesverlust seit November 2008 ein. Zuletzt waren auch in dem Land verstärkt Rufe nach Reformen laut geworden.

la/reuters
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