Modehaus Moncler Börsengang noch vor dem Sommer?

Noch vor dem Sommer könnte das Modehaus Moncler an die Börse gehen. Auf eine gute Milliarde Euro bewertet Marco De Benedetti, europäische Co-Chef der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle, das Unternehmen.
Neuer Tummelplatz für Modeunternehmen: Die Börse

Neuer Tummelplatz für Modeunternehmen: Die Börse

Foto: AMANDA ANDERSEN/ REUTERS

Mailand - Das italienische Modehaus Moncler könnte nach Einschätzung seines Großaktionärs Carlyle noch vor dem Sommer an die Mailänder Börse gehen. In einem Interview der Zeitung "Il Sole 24 Ore" sagte der europäische Co-Chef der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle, Marco De Benedetti, dass Moncler am Aktienmarkt mit rund einer Milliarde Euro bewertet sein dürfte.

Als konsortialführende Banken seien Merrill Lynch , Morgan Stanley und Intesa Sanpaolo  in die Vorauswahl gekommen. Carlyle ist mit 48 Prozent an Moncler beteiligt. Das Modehaus ist vor allem für seine wattierten Daunenjacken im oberen Preissegment international bekannt. Ende Januar hatte der heimische Konkurrent Prada den lang erwarteten Gang an die Börse beschlossen.

Der Konzern will aber in Hongkong aufs Parkett gehen. Einen Zeitplan hat Prada noch nicht für den Schritt erstellt. Analysten rechnen damit, dass Prada im Juni an den Start geht. Mit dem Verkauf von einem Drittel seiner Aktien kann das Unternehmen nach Schätzungen der Experten 1,2 Milliarden Euro einnehmen. Die 60 Milliarden schwere Modeindustrie Italiens ist an den Börsen weltweit bislang nur schwach vertreten.

manager magazin mit Material von Nachrichtenagenturen/AG