Inflation Bankenverband warnt vor Hysterie

Der Bankenverband sieht derzeit keine Anzeichen für einen breiten Anstieg des Preisniveaus. Lediglich im Nahrungsmittel- und Rohstoffbereich sei diese Entwicklung zu beobachten. Ein Grund zur Hysterie sei das aber nicht.
Bankenskyline Frankfurt: Der Verband der Geldinstitute sieht keine breite Inflationsentwicklung

Bankenskyline Frankfurt: Der Verband der Geldinstitute sieht keine breite Inflationsentwicklung

Foto: dapd

Berlin - Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) warnt vor Inflationshysterie. Von einem breit angelegten Preisschub in Deutschland "kann noch keine Rede sein", schrieb BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer am Donnerstag im Monatsbericht seines Verbandes. "Auch im Euro-Raum sehe ich keinen Beginn eines sich selbst verstärkenden Inflationsprozesses."

Gegenwärtig würden vor allem Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise die Teuerungsrate nach oben treiben. Doch günstige Statistik-Effekte sollten im Frühjahr wieder für einen Rückgang sorgen. "Im Jahresdurchschnitt dürfte die Inflationsrate daher sowohl im Euro-Raum als auch in Deutschland bei etwa zwei Prozent liegen", sagte Kemmer. Bis zu dieser Marke sieht die Europäische Zentralbank (EZB) mittelfristig stabile Preise gewährleistet.

Die deutsche Teuerungsrate lag im Dezember bei 1,7 Prozent. Von Reuters befragte Experten sagen für Januar einen Anstieg auf 2,0 Prozent voraus - das wäre der höchste Wert seit Oktober 2008. Eine erste Schätzung veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich am Nachmittag.

cr/rtr
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