Schnäppchen-Website Facebook-Hype verschafft Groupon Milliardensumme

Der Hype um Facebook spült jungen Internetunternehmen viel Geld in die Kassen. Die Schnäppchen-Website Groupon hat in einer rekordverdächtigen Finanzierungsrunde knapp eine Milliarde Dollar eingesammelt. Das ist eine der höchsten Summen, die ein Startup je erhalten hat.
Gemeinsam günstiger shoppen: Groupon hatte kürzlich eine Milliardenofferte von Google zurückgewiesen - nun buhlen weitere Investoren um das junge Unternehmen

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Chicago - Das Geld werde in die internationale Expansion und die Technik investiert, teilte das erst zwei Jahre alte Unternehmen in Chicago mit. Auch Mitarbeiter und frühe Investoren sollen von der Finanzspritze profitieren - nach Informationen des "Wall Street Journal" erhalten sie mit 344 Millionen Dollar mehr als ein Drittel der Summe.

Zu den Geldgebern zählen namhafte Technologie-Investoren wie Kleiner Perkins Caufield & Byers, Greylock Partners und Andreessen Horowitz. Auch die russische Investmentfirma Digital Sky Technologies ist an Bord. Sie hatte sich bereits zuvor an Groupon beteiligt und gehört zu den größten Anteilseignern von Facebook. Groupon hatte kürzlich Google mit einem Übernahmeangebot von sechs Milliarden Dollar abblitzen lassen.

Groupon ist eine Website, auf der sich Verbraucher Rabatte sichern können. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 35 Ländern aktiv, darunter Deutschland, und hat mehr als 50 Millionen registrierte Nutzer. Andrew Mason gründete das Startup im November 2008. Die Website soll bereits nach wenigen Monaten profitabel gewesen sein.

Auch die Holtzbrinck-Tochter Holtzbrinck Ventures, die sich seit 1998 an Internetunternehmen beteiligt, ist bei Groupon finanziell engagiert. In den vergangenen Jahren hat die Holtzbrinck-Tochter mehr als 80 Unternehmen finanziert und auch selbst Firmen wie die Online-Partneragentur Parship gegründet. Hinzu kommen Beteiligungen am Online-Shop Zalando, dem Karriereportal Experteer und dem Netzwerk StudiVZ.

la/dpa-afx
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