Borussia Dortmund Börsengang trotz Abstiegsgefahr

Trotz des drohenden Abstiegs aus der Bundesliga treibt der Fußballclub den geplanten Börsengang voran. Der Eintrag ins Handelsregister ist vollzogen. Die Deutsche Bank wird Konsortialführer.

Dortmund - Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund (BVB) stellt trotz der sportlichen Talfahrt die Weichen für seinen Börsengang. Wie das Amtsgericht Dortmund am Mittwoch mitteilte, hat Vereinspräsident Gerd Niebaum die Profiabteilung des Vereins am Montag als Kommanditgesellschaft auf Aktien ins Handelsregister eintragen lassen.

Als Konsortialführerin hat Niebaum die Deutsche Bank bestimmt, bestätigte ein Sprecher des Finanzinstituts. Das Stammkapital der Aktiengesellschaft betrage 2,6 Millionen Euro (rund fünf Millionen Mark) und solle beim Börsengang erhöht werden, berichtete die "Wirtschaftswoche". Unterdessen verlautete aus Frankfurter Finanzkreisen, dass bei einem Abstieg in die 2. Bundesliga ein Börsengang von Borussia Dortmund keinen Sinn machen würde.

Niebaum selbst erklärte lediglich, ein Börsengang sei entweder für dieses oder für das kommende Jahr vorgesehen. Man wolle sich damit aber Zeit lassen. Eine Vereinssprecherin erklärte, die Eintragung ins Handelsregister sei ein formeller Akt, nachdem die Mitgliederversammlung Ende vergangenen Jahres die Umwandlung des Vereins in eine Aktiengesellschaft beschlossen habe.

In Deutschland wäre der BVB der erste Fußball-Klub, der an der Börse notiert würde. Im Ausland gibt es schon mehrere Beispiele. Weltpokalsieger Manchester United bescherte den Aktionären traumhafte Gewinne. Bei anderen Klubs wie Tottenham Hotspur oder Lazio Rom schwankten die Kurse aber stark in Abhängigkeit vom Tabellenstand.

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