Sonntag, 31. Mai 2020

Onlineshops Einfach und sicher einkaufen

Einkaufen im Internet: Besonders zu Weihnachten boomt das Geschäft im Web

Das Geschäft in Webshops boomt. 22 Millionen Nutzer wollen zu Weihnachten online einkaufen, fast 60 Prozent mehr als 2009. Rund 17 Millionen Bürger scheuen noch vor der Internetbestellung zurück. Dabei ist der Einkauf im Web laut Stiftung Warentest fast so einfach und sicher wie der im Kaufhaus.

Berlin - Finanztest hat auf den Internetseiten von 30 umsatzstarken Onlinehändlern geprüft, ob und wie sie ihre Kunden über die Bezahlarten informieren und wie übersichtlich der Bezahlvorgang gestaltet ist.

Das Testergebnis ist überraschend gut: Mehr als die Hälfte der Onlinehändler informiert dort, wo man es auch erwartet: gleich auf der Eingangsseite oder in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Manchmal muss der Kunde gar nicht erst in die AGB schauen. Unter den Stichworten "Service", "Hilfe", "Liefer- und Zahlungsbedingungen" oder "Kundenservice" findet er oft detaillierte Erläuterungen der angebotenen Bezahlarten.

Nur beim Allroundhändler Amazon Börsen-Chart zeigen, bei Baby-Walz, Beate Uhse Börsen-Chart zeigen, im Büro-Shop Viking und beim Bekleidungshändler Walbusch waren die Hinweise etwas versteckt.

In fast allen betrachteten Onlineshops können Kunden unter mindestens vier Bezahlarten wählen. Meist sind klassische Verfahren wie Rechnung, Lastschrift, Nachnahme und Vorauskasse darunter. Fast alle Händler akzeptieren eine Kreditkarte von Visa, Mastercard oder American Express Börsen-Chart zeigen. Bei Apple Börsen-Chart zeigen können Kunden nur per Vorauskasse und Kreditkarte bezahlen, beim Allroundhändler Heine und dem Bürohändler Viking nur per Rechnung und Kreditkarte. Keine Wahl lassen Walbusch (Rechnung) und Ikea (Nachnahme) - wobei das schwedische Möbelhaus sicher kein typischer Onlinehändler ist.

Zwei Drittel der betrachteten Internethändler bieten neben den klassischen Bezahlarten auch innovative Verfahren an, die extra für Onlinezahlungen entwickelt wurden. Von zwölf Händlern - und damit am häufigsten - wird Paypal angeboten. Auf den folgenden Plätzen liegen sofortüberweisung.de (7), Clickandbuy (5) und giropay (1). Es gibt keinen Shop im Test, der alle diese Zahlarten bietet. Der Kunde kann sie kostenlos und ohne zusätzliche Software nutzen. Sie funktionieren mit jedem Internetprovider, Betriebssystem und mit allen gängigen Browsern. Bei einigen müssen sich Nutzer anmelden. Das geht vor oder während des Einkaufs.

Betrüger versuchen Daten abzugreifen

Die Skeptiker des Online-Einkaufs verweisen auf Berichte über Betrugsfälle. Betrüger versuchen oft, die Finanzdaten der Nutzer von Paypal und Clickandbuy abzufangen. Sie verschicken E-Mails im Namen der Anbieter und locken die Nutzer auf gefälschte Webseiten. Hier erfragen sie Kreditkartendaten und Passwort.

Dem bankenunabhängigen Anbieter sofortüberweisung.de wirft giropay vor, seine Nutzer würden die persönliche Geheimzahl ihres Kontos und Transaktionsnummer einem unberechtigten Dritten zur Verfügung stellen. Das verbieten nun die neuen Geschäftsbedingungen der Banken. Aber sofortüberweisung.de leitet die Daten sofort verschlüsselt an die jeweilige Bank des Kunden weiter. Der Streit wurde vor Gericht getragen. Bevor ein Urteil erging, schaltete sich das Bundeskartellamt ein. Eine Entscheidung steht aus. Missbrauchsfällle gab es bisher nicht.

Gegen den betrügerischen Gebrauch von Kreditkartendaten haben Visa und Mastercard unter den Begriffen Verified by Visa und Mastercard Secure Code einen zusätzlichen Passwortschutz eingeführt. Das Passwort wählt der Karteninhaber selbst. Er muss es dann zusätzlich angeben.

Einen 100-prozentigen Schutz vor Betrügern bietet kein Onlinebezahlverfahren. Betrug kommt vor, er ist aber keinesfalls der Normalfall. Finanztest rät Verbrauchern Internetdienste weder komplett abzulehnen, noch ihnen blind zu vertrauen. Onlinekäufer, die sich im Internet aufmerksam verhalten, den Rechner richtig ausstatten und mit Bedacht surfen und mailen, würden kaum Opfer von Cyberkriminellen.

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