DaimlerChrysler "Manager bereichern sich in Milliardenhöhe"

Bei der Hauptversammlung müssen die Aktionäre am heutigen Mittwoch auch über den umstrittenen Aktienoptionsplan für Konzermanager entscheiden. Der sei eine Selbstbereicherung in Milliardenhöhe, kritisierten Aktionärsvertreter vorab.

Berlin/Stuttgart - Kritik von Aktionärsvertretern und vom Dachverband Kritischer Aktionäre DaimlerChrysler (KADC) gibt es vor allem am vorgeschlagenen Optionsplan für Konzernmanager. Führungskräfte sollen Optionsrechte auf bis zu 96 Millionen DaimlerChrysler-Aktien erhalten.

Nach dem Kurs der vergangenen Tage wären diese Aktien etwa 6,7 Milliarden Euro (rund 13,1 Milliarden Mark) wert.

"Während mit Gewerkschaftsvertretern Beteiligungsmodelle für Beschäftigte im Rahmen einer 3000-Mark-Grenze diskutiert werden, plant der Vorstand eine Selbstbereicherung in Milliardenhöhe", kritisierte KADC-Sprecher Paul Russmann bereits am Montag. Auch die Löhne für Behindertenwerkstätten, mit denen der Konzern zusammenarbeite, seien gekürzt worden.

Entschieden wird auf der Hauptversammlung auch über die Dividende für die rund 1,9 Millionen DaimlerChrysler-Aktionäre, die eine Milliarde Aktien besitzen. Die Ausschüttung soll unverändert wie im Jahr zuvor 2,35 Euro (4,60 Mark) je Aktie betragen. Sie gilt damit als eine der höchsten Dividenden von Industrieunternehmen.

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