Axa Bankpartner gesucht

Der französische Versicherungsriese sucht für den Vertrieb in Deutschland verstärkt nach einem Bankpartner. Der neue Vorstandschef Henri de Castries schloss gegenüber manager magazin auch den Kauf eines Finanzinstituts nicht aus.

"Der Kauf einer Bank ist dabei nur eine von mehreren Optionen und aus meiner Sicht keineswegs die beste", sagte Castries im Interview mit manager magazin, dessen neue Ausgabe am Donnerstag (20. April) erscheint.

De Castries, der ab Mai die Nachfolge von Claude Bèbèar an die Axa-Spitze antritt, gibt Kooperationen und Allianzen den Vorzug, allein schon, weil diese "kapitalschonender" seien. Ausschließen wollte er eine Akquisition allerdings nicht. "Wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt", so de Castries, "werden wir kaufen".

Wichtiger als die volle Kontrolle über sämtliche Vertriebskanäle sei die Weiterentwicklung der Versicherungs- und Vorsorgeprodukte aller Gesellschaften aus dem Axa-Konzern zu einer globalen Marke, sagte de Castries weiter.

Schon bald würden Banken nicht mehr nur eigene Fonds oder Policen eines Exklusivpartners sondern auch Konkurrenzprodukte anbieten. Entscheidend für den Erfolg sei deshalb, zu den acht oder zehn Marken zu gehören, die künftig von allen wichtigen Finanzdienstleistern vertrieben würden.

Der französische Versicherungs-Konzern ist nach Prämieneinnahmen weltweit die Nummer eins der Branche.