BASF / Bayer / Hoechst Letzter Rettungsversuch für DyStar

Die deutsche Chemieindustrie macht einen letzten gemeinsamen Versuch, ihr Textilfarbengeschäft zu retten. Firmenchef wird ab 1. Juli der Ex-Hoechst-Manager Alfred Xaver Rad, der das Joint-Venture DyStar sanieren und fit für den Börsengang machen soll.

Hamburg - Am 1. Juli startet das Joint-Venture "Dystar neu" mit den gleichberechtigten Partnern Bayer, Hoechst und der neu hinzustossenden BASF. Wie das Hamburger manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. April 2000) schreibt, folgt die neue Geschäftsführung dem Proporz.

Ex-Hoechst-Manager Alfred Xaver Rad (56) wird Vorsitzender. Von Bayer kommt Helmut Raulwing (53), bisher Geschäftsführer von H.C. Starck. Die BASF schickt den 37-jährigen Marketing-Experten Clemens Willèe. Das Trio soll Dystar in drei Jahren sanieren und fit für den Börsengang machen.

Nach Angaben von manager magazin, arbeiten bereits seit Mitte Februar 16 interne Projektteams gemeinsam mit Boston Consulting an einem Sanierungskonzept. 1999 betrugen die Verluste für die deutschen Textilfarbstoffhersteller addiert rund 200 Millionen Mark.

Mit der neuen Startorganisation seien gute Voraussetzungen geschaffen worden, das Textilfarbengeschäft zu erhalten, erklärte eine DyStar-Sprecherin.