Deutsche Bank Aufsichtsrat berät Konsequenzen aus der geplatzten Fusion

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat lassen nicht locker. Sie veranlassten eine ausserordentliche Sitzung, auf der sich die Kontrolleure über die geplatzte Fusion aufklären lassen wollen - und Konsequenzen beraten werden.

Frankfurt am Main - Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Deutschen Bank haben eine außerordentliche Sitzung des Kontrollgremiums durchgesetzt. Nach Angaben der Deutschen Bank wurde die Aufsichtsratssitzung für Donnerstag (20. April) in Frankfurt einberufen.

Thema sind die Hintergründe der überraschend geplatzten Fusion mit der Dresdner Bank. Der Antrag war von der HBV- Vorsitzenden Margret Mönig-Raane gestellt worden. Beschlüsse seien allerdings nicht vorgesehen, hieß es am Freitag bei der Deutschen Bank.

Die HBV-Chefin verlangt eine lückenlose Aufklärung über die Hintergründe der abgesagten Bankenehe. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe) hat der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper die Mitglieder des Gremiums bereits eingeladen.

"Bei diesem Zusammentreffen soll der Vorstand den Aufsichtsrat umfassend und rückhaltlos über das Scheitern der Fusion mit der Dresdner Bank AG informieren. Dem soll sich eine Diskussion über daraus zu ziehende Konsequenzen anschließen", heißt es in dem Bericht.

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