Dresdner Bank Aufsichtsrat will keine neue Fusion

"Nein danke", meint ein Aufsichtsrat zum Gesprächsangebot der Commerzbank. Die Dresdner könne eine neue Fusion jetzt nicht vermitteln. Sie sei ausserdem allein überlebensfähig, "wenn sie gut gemanagt werde".

Frankfurt - Die Dresdner Bank strebt nach Angaben eines Aufsichtsratsmitglieds keinen Zusammenschluss mit der Commerzbank an. Die "Börsen-Zeitung" zitierte am Freitag einen Vertreter der Kapitalseite des Kontrollgremiums mit den Worten, ein Zusammengehen der beiden Häuser sei nach der gescheiterten Fusion zwischen Dresdner und Deutscher Bank abwegig. Die Dresdner Bank sei allein lebensfähig, wenn sie gut gemanagt werde.

Falls das Institut "ein größeres Kampfgewicht" brauchen sollte, könne darüber in einigen Jahren nachgedacht werden. Zuerst müsse "der durch die Deutsche Bank verursachte Schaden" bei der Investment-Tochter Dresdner Kleinwort Benson repariert werden.

Zwar sei "die Commerzbank immer eine kleinere Dresdner Bank" gewesen, so dass eine Verbindung beider Häuser durchaus eine Möglichkeit gewesen sei, sagte der nicht namentlich genannte Aufsichtsrat weiter. Der letztmögliche Zeitpunkt für eine Kooperation dieser beiden Institute wäre demnach im vergangenen Jahr gewesen, als die Gespräche zwischen Deutscher und Dresdner Bank über eine Kooperation im Retailgeschäft abgebrochen worden waren.

Nach dem Scheitern der Vollfusion mit der Deutschen Bank sei ein neuer Zusammenschluss "nach innen und außen nicht vermittelbar". Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen hatte am Donnerstag Bereitsschaft zu Gesprächen jeder Art über eine mögliche Zusammenarbeit mit der Dresdner Bank bekundet.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.