Nestlé Profitiert von der Dollar-Stärke

Mit einem Umsatzplus von 11 Prozent startete der weltgrösste Nahrungsmittelproduzent in diesem Jahr fast ebenso gut wie Konkurrent Danone. Die Analysten sind trotzdem zufrieden, aber nicht begeistert.

Vevey - Der weltgrösste Nahrungsmittelproduzent Nestlé hat in den ersten drei Monaten des Jahres die Umsätze um elf Prozent steigern können. Der Umsatz legte auf 18,5 Milliarden Schweizer Franken zu, Analysten hatten mit 18,25 bis 18,8 Milliarden gerechnet. An der Börse in Zürich gaben Nestlé am Morgen leicht ab.

Nestlé profitierte nach eigenen Angaben von der wirtschaftlichen Erholung in Asien und Osteuropa sowie einer anziehenden Nachfrage in Westeuropa und Nordamerika. Selbst in einigen Ländern Lateinamerikas konnten die Schweizer mehr verkaufen, obwohl sie vorher gewarnt hatten, dass sich die Nachfrage in dieser Region nicht so gut entwickeln dürfte.

Vor allem aber sorgten die Wechselkurse für ein Buchplus. Der Dollar legte gegenüber dem Schweizer Franken in den ersten drei Monaten des Jahres rund 6,3 Prozent zu. Rund die Hälfte der Nestlé-Verkäufe gehen in Dollar-Länder und profitierten davon. Bei vergleichbarer Verkaufsstruktur und konstanten Wechselkursen bleibt Nestlé noch eine Zunahme um 4,5 Prozent.

Im Vergleich zum Konkurrenten Danone - die Franzosen schafften ein Umsatzplus von 4,4 Prozent - sehen die Zahlen von Nestlé auf den ersten Blick deutlich besser aus. Beim internen Netto-Wachstum ohne Währungseffekte, Preiserhöhungen und Akquisitionen schnitt Danone jedoch deutlich besser ab. Bei Nestlé erreichte diese Kennzahl in den ersten drei Monaten 3,8 Prozent.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.