Dresdner Bank Drei Vorstände zurückgetreten

In der Führungsspitze bleibt nichts beim Alten. Nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank treten mit Andreas Bezold, Gerd Häusler und Ernst-Moritz Lipp gleich drei Vorstandsmitglieder zurück.

Frankfurt am Main - Sie scheiden "aus persönlichen Gründen" zum 15. Mai aus dem Vorstand aus, teilte die Dresdner Bank am Donnerstag mit. Zudem werde der Vorstandsvertrag mit Heinz-Jörg Platzek (Zentrale Geschäftsabwicklung) zum Jahresende auslaufen. Vor einer Woche hatte bereits der Vorstandssprecher Bernhard Walter seinen Rücktritt erklärt.

Dem Aufsichtsrat wurde vorgeschlagen, Andreas Georgi und Joachim Mädler zum 1. Mai zu neuen Vorstandsmitgliedern zu bestellen. Joachim von Harbou, bisher verantwortlich für Privatkunden, soll von Lipp das Firmengeschäft übernehmen, dass Lipp gemeinsam mit dem designierten Vorstandschef Bernd Fahrholz führte. Leonhard H. Fischer soll von Häusler das Investmentbanking übernehmen. Bezold war stellvertretender Vorstandschef und für Risikocontrolling zuständig.

Georgi war den Angaben zufolge von 1994 bis Ende vergangenen Jahres persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses Reuschel & Co. in München, ehe er in die Führungriege des Dresdner-Bank-Privatkundengeschäfts wechselte. "Er wird auch im Vorstand für diese Sparte zuständig sein", teilte das Bankhaus mit.

Mädler leitete seit 1997 den Geschäftsbereich Institutional Asset Management und ist seit November 1999 leitend in der Vermögensverwaltung der Bank tätig. Für diesen Bereich soll er im Vorstand die Verantwortung übernehmen.

Zudem soll die Managementstruktur des Investmentbereichs Dresdner Kleinwort Benson neu geordnet werden. Im Vorstand der Dresdner Bank AG werde künftig Leonhard Fischer für das Investment Banking zuständig sein. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern dankte die Dresdner Bank. "Sie haben wesentlich zum Erfolg der Bank beigetragen", hieß es in der Erklärung.