Aussenhandel Exporte auf Rekordkurs

Dank des weichen Euros und dem zunehmenden Wirtschaftswachstum weltweit stiegen die deutschen Exporte im Februar um elf Prozent. Das ist das grösste Plus seit rund fünf Monaten. Allerdings werden auch die Importe stetig teurer.

Wiesbaden - Der Zuwachs bei den Exporten erhöht den Aussenhandelsüberschuss auf 13,1 Milliarden Mark. Das ist mehr als das Doppelte vom Januar, ermittelte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die Importe waren im Februar lediglich um 1,3 Prozent gestiegen.

Der Zuwachs bei den Exporten unterstützt den positiven Konjunkturverlauf. Vor allem der schwache Euro - die Währung hat seit dem Jahr gegenüber dem Dollar rund 18 Prozent verloren - nutzt den Exporteuren. So konnte Volkswagen die Umsätze in Nordamerika im ersten Quartal um 38 Prozent steigern. Chemieexporteur Bayer freut sich über ein Umsatzplus von 20 Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres.

Produktion und Wirtschaftsvertrauen haben mit den Exporten ebenfalls zugelegt. Beide befinden sich auf einem Fünfjahres-Hoch. Auch an den Aktienmärkten machen sich die Exportzahlen bereits bemerkbar: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 60 sind die 30 Aktien im Dax bereits nahezu doppelt so teuer wie vergleichbare Papiere in London oder an Wall Street.

Während die Exporte vom schwachen Euro profitieren, haben sich die Importe im Februar um rund 1,7 Prozent verteuert. Das ist der grösste Zuwachs seit fast einem Jahrzehnt. Die Inflationsrate kletterte mit 1,9 Prozent im März auf ein 26-Monats-Hoch. Eine Zinserhöhung in den nächsten Wochen wird daher nicht ausgeschlossen.

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