Kapitalverflechtung Generali und Commerzbank

Die Commerzbank will gemeinsam mit dem italienischen Versicherungskonzern Generali einen neuen internationalen Allfinanz-Riesen schmieden.

Frankfurt/Main - Die Commerzbank und die italienische Assicurazioni Generali, eine der größten europäischen Versicherungsgruppen, haben sich auf eine umfassende Zusammenarbeit im Allfinanzbereich geeinigt. Der Aufsichtsrat der Commerzbank stimmte dem Vorhaben am Montag zu, wie die Bank in Frankfurt am Main bekanntgab. Geplant sind auch gegenseitige Kapitalbeteiligungen sowie die gegenseitige Entsendung von Vertretern in die Aufsichtsräte.

Die Zusammenarbeit bei Produkten und Vertrieb soll weltweit gelten. In Deutschland wird die Commerzbank alleiniger Allfinanzpartner der Generali und zudem deren Hausbank. Dies gelte insbesondere für die Aachener und Münchener Beteiligungs-AG (AMB), den deutschen Teilkonzern von Generali, hieß es. Vorstandssprecher Martin Kohlhaussen erklärte, er rechne mit einer dynamischen Steigerung des seiner Bank daraus erwachsenden Geschäftsvolumens.

Den Angaben zufolge kassiert AMB pro Jahr rund 17,5 Milliarden Mark an Versicherungsprämien, Generali Deutschland 3,5 Milliarden Mark. Dies übersteigt bei weitem das Sechs-Milliarden-Prämienaufkommen bei der DBV-Winterthur, mit der die Commerzbank bisher zusammenarbeitete. Die Winterthur-Versicherung ist in die Schweizer Bankgruppe Credit Suisse eingegliedert worden.

Generali soll künftig fünf Prozent an der Commerzbank halten. Dazu wird die Gruppe neue Aktien zum Preis von 1,2 Milliarden Mark zeichnen. Die Commerzbank ihrerseits will sich mit demselben Betrag an Generali beteiligen, womit sie einen Anteil von knapp 2,5 Prozent halten wird.

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