Beiersdorf Tesa wird ausgegliedert

Die Klebstoffsparte Tesa wird noch in diesem Jahr aus dem Mutterkonzern gelöst. Als eigenständige Aktiengesellschaft soll sie für einen späteren Börsengang fit gemacht werden.

Frankfurt am Main/Hamburg - Nur als eigenständige Gesellschaft werde Tesa den eingeschlagenen Erfolgsweg einhalten können, sagte der für die Sparte verantwortliche Beiersdorf-Vorstand Dieter Steinmeyer am Dienstag.

Nach der Umwandlung in eine AG sei auch ein Börsengang nicht ausgeschlossen. "Allerdings könnten wir derzeit an der Börse noch keine Furore machen", so Steinmeyer. Deshalb sei die Notierung auf dem deutschen Kurszettel auch erst in einigen Jahren denkbar. Der Aufsichtsrat und die Großaktionäre Allianz mit einem Anteil von 37 Prozent und Tchibo mit 26 Prozent stünden "voll hinter den Plänen" der Beiersdorf-Spitze.

Voraussetzung für die neue Struktur von Tesa sei die Rückkehr zu deutlich mehr Wachstum und Ertrag gewesen, erläuterte Steinmeyer. In den ersten drei Monaten 2000 lagen die Erlöse um 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit auch über dem Konzernziel von rund acht Prozent jährlichen Wachstums. Für das gesamte Jahr ist eine Umsatzsteigerung zwischen fünf und zehn Prozent geplant. Vor allem neue Produkte sollen die nötigen Impulse bringen.

1999 hatte der Umsatz mit 1,2 Milliarden Mark allerdings noch auf dem Niveau des Vorjahres stagniert. Auch das Betriebsergebnis von nur rund 53 Millionen Mark wurde nicht gesteigert. Dies habe jedoch an höheren Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Vermarktung gelegen. Diese sollen sich langfristig in bare Münze auszahlen. Erhebliche Einbußen der ersten Monate 1999 konnten in der zweiten Jahreshälfte kompensiert werden. Vor allem in den USA und Asien hat Tesa wieder deutlich Boden gut gemacht. Der Geschäftsbereich tesa beschäftigte im vergangenen Jahr 3700 Arbeiter und Angestellte.

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