Deutsche Bank 24 Zusammenarbeit mit der Allianz

Wenn es auch mit der Mutter nicht funktioniert - die Retail-Tochter wird die nach dem Scheitern der Fusion mit der Dresdner Bank abgebrochenen Gespräche mit der Allianz vermutlich fortführen.

Frankfurt - Vorstandssprecher Herbert Walter sagte auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt, man habe sich in letzter Zeit besser kennen gelernt.

An der zum Jahresanfang 1999 ausgegliederten Filialtochter der Deutschen Bank hatte die Allianz ursprünglich einen maßgeblichen Anteil übernehmen wollen. Die Deutsche Bank 24 hat in ihrem ersten Geschäftsjahr unterdessen ein positives Betriebsergebnis nach Risikovorsorge erwirtschaftet und die Kundenzahl deutlich gesteigert.

Walter sagte, derzeit gebe es keine konkreten Gespräche mit anderen Banken über Partnerschaften. Einen Börsengang der Deutschen Bank 24, der im Rahmen der Fusion mit der Dresdner Bank ebenfalls angedacht war, hält Walter weiter für sinnvoll.

Ein Allianz-Sprecher sagte, er könne nur erneut das Interesse des Versicherungsunternehmens an einer Fortführung der Gespräche mit der Deutschen Bank 24 betonen. Aus Bankenkreisen verlautete, es habe aber noch keine Wiederaufnahme der Gespräche über einen Einstieg der Allianz gegeben.

Im Sinne einer höheren Eigenkapitalrentabilität (RoE), die über 15 Prozent liegen soll, sei eine Kooperation mit "geeigneten Partnern" einer längerfristigen Eigenständigkeit ("Stand Alone") vorzuziehen, bestätigte Vorstandssprecher Walter. Unter Zeitdruck sieht sich die im September 1999 gestartete Retail-Bank nicht. Das Unternehmen werde auch allein ein positives Ergebnis erwirtschaften.

Die Deutsche Bank 24 sehe sich weiter auf dem Weg zur Börsennotierung, fügte Walter hinzu. Der Zeitpunkt des Börsengangs hänge aber von der "Gesamtkonstellation" ab. So müsse erst klar sein, ob und mit welchem Partner die Deutsche Bank 24 in Zukunft kooperiere. Zuvor will das Unternehmen aber noch ein breit angelegtes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm auflegen.

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