Chase Manhattan Investmentbank Robert Fleming geschluckt

Die drittgrößte US-Bank übernimmt für 4,9 Milliarden Pfund die britische Investmentbank Robert Fleming. Weitere europäische Finanzhäuser sollen folgen.

London - Die Chase Manhattan Bank sucht auch nach dem Kauf des britischen Investment-Hauses Robert Fleming nach europäischen Übernahmekandidaten. Dies erklärte ein Sprecher der US-Bank am Dienstag in London.

Der Kauf der Investmentbank Robert Fleming für 4,9 Milliarden Pfund (rund 15,7 Milliarden Mark) wird unter anderem von der Gründerfamilie Fleming unterstützt, die 29 Prozent der Aktien besitzt. Dies erklärte ein Sprecher von Chase Manhattan am Dienstag.

Die 1873 gegründete Fleming ist vor allem in der Vermögensverwaltung und im Investmentfondsbereich aktiv. Ihre Schwerpunkte sind der britische und der asiatische Markt. Fleming verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 137 Milliarden Dollar.

Das amerikanische Finanzhaus betonte gleichzeitig, dass die Akquisition von Fleming zu keinem signifikanten Stellenabbau führen werde. Auch stünde der Verkauf von Unternehmensteilen im Rahmen dieser Transaktion nicht zur Debatte.

Die Chase Manhattan, das drittgrößte amerikanische Kreditinstitut, versucht zurzeit, ihr Investmentbankgeschäft auszubauen. Sie hatte vor einigen Monaten für 1,35 Milliarden Dollar die US-Bank Hambrecht & Quist gekauft, die vor allem im Hochtechnologie-Investmentbanking tätig ist.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.