November Ausgabepreis mehr als verdoppelt

Freude nach dem Börsenstart. Das Biotech-Unternehmen hat den Anlegern einen satten Zeichnungsgewinn beschert und konnte seinen Ausgabepreis mehr als verdoppeln.

Erlangen - Der Börsenneuling November AG hat beim Börsengang das geschafft, was in den letzten Wochen eher die Ausnahme war: Die Aktie des Erlanger Biotech-Unternehmens bescherte den Anlegern einen satten Zeichnungsgewinn.

Gegenüber dem Ausgabepreis von 17 Euro verdoppelte sich der Aktienwert bei der Erstnotiz auf 36,45 Euro. Nach einem Hoch von 43,50 Euro lag der Aktienkurs am Montagmittag bei 41 Euro. Das Papier konnte damit seinen Ausgabepreis von 17,00 Euro mehr als verdoppeln.

Schon in der Vorbörse war die Aktie gefragt. Sie war 22-fach überzeichnet, wie die konsortialführende HypoVereinsbank am Freitag mitgeteilt hatte. Das Emissionsvolumen beläuft sich nach Angaben des Unternehmens vom Samstag auf 45,4 Millionen Euro (88,7 Millionen Mark). Mit dem Erlös aus dem Börsengang von 34 Millionen Euro will die November AG ihre biotechnologischen Entwicklungen weiter ausbauen.

67 Prozent der Aktien gingen an institutionelle Anleger. Bei den Privatanlegern wurde jede 25. Order mit 100 Aktien berücksichtigt, hieß es. Um einen verstärkten Bezug zur Region herzustellen, sei bei Kunden der Sparkassen Erlangen und Kulmbach sowie der Hypovereinsbank Niederlassung Erlangen jeder zehnte Anleger berücksichtigt worden.

Schwerpunkt des 1996 gegründeten Unternehmens sind Entwicklungsarbeiten in der molekularen Therapie und Diagnose. Die November AG erhielt im Januar 2000 den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft für junge Unternehmen, weil sie eine "Bio-Ohrmarke" zum Herkunftsnachweis von Fleisch entwickelt hatte. Der Umsatz lag 1999 bei drei Millionen Mark. Derzeit beschäftigt das Unternehmen gut 50 Mitarbeiter.

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