Neue Euro-Noten Bundesdruckerei kämpft um Druckauftrag

Im Streit um einen Euro-Druckauftrag der Bundesbank lässt die Berliner Bundesdruckerei nicht locker: Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf legte sie Beschwerde gegen eine Entscheidung des Bundeskartellamtes ein, das zuvor die Auftragsvergabe durch die Bundesbank nicht weiter moniert hatte.
Frisch gedruckt: Die Bundesdruckerei kämpft um einen neuen Auftrag

Frisch gedruckt: Die Bundesdruckerei kämpft um einen neuen Auftrag

Foto: DPA

Hamburg - Ein Sprecher des Oberlandesgerichts sagte, die Beschwerde sei am Donnerstag eingegangen und solle nun am 12. Dezember verhandelt werden. Die Bundesbank schreibt seit 2008 den Nachdruck von deutschen Euro-Banknoten europaweit aus. Dabei war nach dem Zeitungsbericht das staatliche Unternehmen immer berücksichtigt worden.

Die Kapazitäten waren dabei zum Teil am Wochenende ausgelastet. Nun soll die Bundesdruckerei aber leer ausgehen und der zweite deutsche Euro-Drucker, die Münchener Firma Giesecke & Devrient, nur einen kleinen Auftrag erhalten. Der Großteil der Bestellung sollte dagegen laut "Financial Times Deutschland" an eine private niederländische und französische Druckerei gehen.

Um das zu verhindern, hatte die Bundesdruckerei zunächst das Bundeskartellamt angerufen, allerdings ohne Erfolg. Durch die jetzt eingereichte Beschwerde könnte der Druckauftrag durch die Bundesbank bis zur Entscheidung durch das OLG nach weiteren Angaben der Zeitung auf Eis liegen.

cr/dpa-afx