Dresdner Bank Vorstandschef Walter tritt ab

Vorstandschef Bernhard Walter (links) zieht Konsequenzen aus der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank und tritt zurück. Als Nachfolger wurde sein Vorstandskollege Bernd Fahrholz bestimmt.

Frankfurt am Main - Walter wird Ende April ausscheiden. Fahrholz war an der Dresdner-Spitze bislang für das Geschäftsfeld Global Finance sowie mit Firmen und Institutionen zuständig.

"Ich habe mich mit diesem Projekt identifiziert", erklärte Walter. Mit dem Scheitern der Fusion sei eine "historische Chance" vertan worden. Der Verhandlungspartner Deutsche Bank habe eine ausgewogene Integration "nach Wortlaut und Geist" der getroffenen Absprachen abgelehnt. "Ich trage im Ergebnis nicht die Verantwortung dafür, dass diese Fusion nicht zustandegekommen ist", betonte Walter zwar. Dennoch sei es für ihn "folgerichtig, die politische Verantwortung innerhalb meines Hauses dafür zu übernehmen".

Walter war erst Anfang 1998 als Nachfolger von Jürgen Sarrazin an die Spitze der Dresdner Bank gerückt. Er gehörte seit 1987 dem Vorstand an.

Die Deutsche Bank lehnte jeglichen Kommentar zu Walters Rücktritt ab. Der Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, hatte auf der Bilanzpressekonferenz ausgeschlossen, dass er seinen Posten räumen werde. Er sehe keinen Anlass für einen solchen Schritt, sagte Breuer.