ETF-Sparpläne Kleine Sparbeträge lohnen sich nicht

Börsennotierte Indexfonds (ETFs) eignen sich einer aktuellen Studie zufolge nur bedingt für Sparpläne. Wegen fixer Gebührenanteile führten niedrige Sparraten zu hohen Kostenquoten.
Nichts für Kleinsparer: Die regelmäßigen Gebühren sorgen für hohe Kostenquoten

Nichts für Kleinsparer: Die regelmäßigen Gebühren sorgen für hohe Kostenquoten

Foto: Corbis

Frankfurt am Main - Bei geringen Sparraten sind die anfallenden Kosten sehr hoch, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) zeigt. Demnach sind regelmäßige Einzahlungen von 25 Euro im Schnitt mit 7,7 Prozent Order- und Handelsplatzgebühren verbunden. Bei Sparraten von 50 Euro belaufe sich die durchschnittliche Kostenquote auf 4,7 Prozent.

Für die Untersuchung hat das IVA Anfang September alle sparplanfähigen ETFs bei den größten Direktbanken am deutschen Markt analysiert. Die Geld-Brief-Spanne hat das IVA für die Berechnung bei 0,2 Prozent festgesetzt. Zeitlich befristete Sonderaktionen hat das Institut nicht berücksichtigt.

Die in der Regel zulässigen Mindestsparraten von 25 Euro oder 50 Euro pro ETF führten wegen der fixen Gebührenanteile zu "erheblichen Kostenquoten", heißt es vom IVA. Größere Sparbeträge könnten wesentlich kostengünstiger investiert werden. So läge die Kostenquote bei Raten von 400 Euro bei 2 Prozent. Wer regelmäßig 800 Euro investiere, habe im Schnitt 1 Prozent Kosten zu tragen.

"Es kann bei kleinen Sparbeträgen sinnvoll sein, die Frequenz der Einzahlung zugunsten höherer Sparbeträge zu reduzieren und statt einer monatlichen beispielsweise eine quartalsweise Besparung auszuwählen", heißt es vom IVA.

ak/reuters
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