Sonntag, 21. April 2019

Geldanlage Investieren in Elektromobilität

Elektro-Antriebe sind "in": Ob sie massentauglich werden, wie in diesem "Opel Ampera", hängt von vielen Faktoren ab. Elektromotoren jedenfalls brauchen viel Kupferkabel. Wer sich bereits in der Frühphase der Elektromobilität positionieren möchte, kann mit einem Investment in einen Kupferproduzenten nicht falsch liegen - selbst wenn das Elektroauto kein Massenphänomen werden sollte.

Der Brennstoffzelle als Antrieb gehört die Zukunft, hieß es in der Vergangenheit mehrfach. Vom Brennstoffzellenauto ist man aber noch weit entfernt. Ob nun das Elektroauto seinen Siegeszug antreten wird, bleibt ebenso ungewiss. Einen Gewinner des Hypes um Elektromobilität gibt es aber sicher, weiß Vermögensverwalter Thilenius.

Der Brennstoffzelle als Antrieb gehört, wie allenthalben zu lesen ist, die Zukunft. Die Probleme mit versiegenden Erdölquellen und steigenden Treibstoffpreisen könnten nach Meinung vieler damit gelöst werden. So ist es nur konsequent, dass die Brennstoffzelle auch als Antrieb für Traktoren in der Landwirtschaft eingesetzt wird. So entstand der Allis-Chalmers Fuel Cell Tractor.

Das war allerdings bereits 1959. Vom Fuel Cell Tractor haben wir über den Versuchstraktor hinaus seither nicht mehr sehr viel gehört. Ähnlich ergeht es nahezu sämtlichen sporadisch immer wieder auftauchenden Autos oder Omnibussen mit Brennstoffzellen-Antrieb. Allerdings hat deren Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte sehr viel Geld verschlungen. Herausgekommen ist nichts groß serienmäßig kommerziell Nutzbares.

Damit sind wir beim Elektroauto. Auch das Elektroauto wird vielfach als Antrieb der Zukunft zur Lösung fast aller Energieprobleme gepriesen. Ob jemals Elektroautos in größerer Zahl und mit Gewinn für Produzenten und Zulieferer die Straßen bevölkern werden, ist völlig offen. In den nächsten Jahren werden den Anlegern zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten im Bereich der Elektroautos sehr warm empfohlen werden. Bis irgendwo im Bereich der Elektromobilität Gewinn erzielt wird, sollte der langfristige Investor unserer Meinung nach dem bewährten amerikanischen Grundsatz verfahren: "Ich glaube es sobald ich es sehe."

Georg Thilenius ist geschäftsführender Gesellschafter der bankunabhängigen Vermögensverwaltung Dr. Thilenius Management GmbH in Stuttgart. Das Unternehmen unterliegt der Bafin.
Ein Gewinner steht jedenfalls unserer Meinung nach jetzt schon fest: Zur Produktion von Elektroautos wird statt Kurbelwellen mit Ventilen und Zylinderkopfdichtungen hauptsächlich sehr viel Kupferkabel für die Wicklungen der Elektromotoren erforderlich sein. Der größte Kupferproduzent der Welt heißt Freeport McMoran Copper & Gold. Neben Kupfer wird auch noch Gold gefördert. Wer sich bereits in der Frühphase für die Elektromobilität positionieren möchte, ist nach unserer Meinung mit diesem seit vielen Jahren hochprofitablen Marktführer bestens bedient.

Falls das Elektroauto jemals kommt, ist hier einer der sicheren Gewinner. Falls das Elektroauto nicht kommt, bleibt der Marktführer in einem unverzichtbaren Industrie-Metall, das weltweit vielfältige und nachhaltige Anwendungen hat.

Die Ertrags- und Kursentwicklung von Freeport hängt in näherer Zukunft allerdings stark von der Nachfrage in China ab, die, je nach Konjunkturentwicklung, stark schwanken kann. Wer aber geduldig ist und einen Zeithorizont von zwei bis drei Jahren hat, kommt in der jetzigen Phase der Unsicherheit günstig zum Zuge.

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