Telekommunikation Preiskrieg auf dem Handy-Markt

Nach D2 senkt jetzt auch D1 die Tarife, T-Mobil wird bereits ab Dezember günstiger und auch E-Plus will die Gebühren senken.

Bonn - Im umkämpften Markt für Mobiltelefone ist der Preiskrieg in eine neue Runde gegangen. Fünf Tage nachdem Deutschlands Marktführer auf dem Mobilfunkmarkt, Mannesmann D2, Gebührensenkungen ankündigte, kappte auch die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobil ihre Handy-Minutenpreise für Privatkunden um rund ein Drittel.

Bereits vom 1. Dezember an kostet ein Gespräch mit dem Funktelefon im "Telly-Local-Tarif" zwischen 8 und 17 Uhr 1,29 Mark statt bisher 1,89 Mark. T-Mobil zog damit preislich mit Mannesmann gleich, das einen Monat später die Minutenpreise im vor allem für Privatkunden attraktiven Fun-Tarif tagsüber auch um fast ein Drittel senken will.

T-Mobil betonte, die Umstellung der Tarife erfolge automatisch. "Während andere Mobiltelefonierer erst 1999 von sinkenden Preisen profitieren können, wollen wir unseren Kunden sofort etwas Gutes tun. Zum Jahreswechsel haben sie dann bereits einen Monat lang bares Geld gespart", sagte Unternehmenschef Kai-Uwe Ricke.

Auch der dritte deutsche Mobilfunkanbieter E-Plus will in den Preiskampf eingreifen. Das Unternehmen werde in Kürze reagieren, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Düsseldorf. Der Newcomer Viag-Interkom sieht sich dagegen von der Preisrunde vorläufig nicht betroffen. "Unsere Tarife stehen bis auf weiteres", sagte eine Unternehmenssprecherin. So offeriere der kleinste der deutschen Mobilfunkanbieter in acht Ballungsgebieten, wo er bisher sein Netz ausgebaut hat, Ortsgespräche rund um die Uhr für 29 Pfennig die Minute.

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