Maxhütte Gespräche am geheimen Ort

Die Gesellschafter der Neuen Maxhütte beraten seit Montag vormittag über die Zukunft des Unternehmens. Am Freitag war der Konkurs für das oberpfälzische Stahlwerk beantragt worden.

München - Der Konkursverwalter und auch der bayerische DGB-Vorsitzende äußerten sich inzwischen optimistisch über die Zukunft des Traditionsunternehmens. Der zum Sequester bestellte Heidelberger Rechtsanwalt Jobst Wellensiek erklärte, mit Hilfe eines zugesagten Darlehens sei es gelungen, die Zahlungsfähigkeit wieder herzustellen. Der Betrieb werde in vollem Umfang fortgesetzt.

DGB-Landeschef Fritz Schösser sagte im Bayerischen Rundfunk, entscheidend sei nun, in welcher Gesellschafter-Konstellation die Produktion und die 1450 Arbeitsplätze gesichert werden könnten. "Ein Konkurs ist nicht das Ende eines Unternehmens."

Die Beratungen begannen am Vormittag an einem geheimgehaltenen Ort in der Landeshauptstadt. Ein Sprecher des Finanzministeriums rechnete nicht mit einem schnellen Ende der Gespräche. Eine Verhandlungsdauer bis spät in die Nacht sei nicht auszuschließen. Die bayerische Staatsregierung, der 45 Prozent des Unternehmens gehören, ist auf Beamtenebene an den Verhandlungen beteiligt.

Am Freitag hatte einer der Geschäftsführer Konkursantrag gestellt. Offenbar geschah dies ohne Absprache, so daß die beiden übrigen Geschäftsführer einen Vergleich beantragten und den Konkursantrag als offenkundig unzulässig und wirtschaftlich nicht notwendig bezeichneten.

Der Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium, Hans Spitzner, hatte unter Verweis auf eine Entscheidung der EU-Kommission erklärt, der Staatsregierung seien für Subventionszahlungen die Hände gebunden. Das Vorgängerunternehmen, die alte Maxhütte, war bereits 1987 in Konkurs gegangen.

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