Erstes Quartal Allianz vervielfacht Gewinn

Zuwächse im Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen haben der Allianz einen überraschend hohen Milliardengewinn im ersten Quartal verschafft. Dabei sind die Lasten durch Stürme und Erdbeben rapide angestiegen.

München - Die Allianz  hat im ersten Quartal überraschend gut verdient. Unter dem Strich sei dank Zuwächsen in der Lebens- und Krankenversicherung sowie der Vermögensverwaltung ein Gewinn von 1,58 Milliarden Euro geblieben nach nur 29 Millionen im Jahr zuvor, teilte Europas größter Versicherer am Mittwoch in München mit.

Die Allianz hatte bereits in der vergangenen Woche Eckdaten für das erste Quartal vorgelegt. Demnach stieg der operative Gewinn von 1,4 Milliarden Euro auf 1,7 Milliarden Euro und der Umsatz legte um rund zehn Prozent auf 30,6 Milliarden Euro zu.

Darin sind rund 400 Millionen Euro aus dem Verkauf von Aktien an der chinesischen Bank ICBC enthalten. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Überschuss von gut 1,1 Milliarden Euro gerechnet.

Im Schaden/Unfall-Segment kam die Allianz auf eine schwache Schaden/Kosten-Quote von 100,4 (Vorjahr 98,7) Prozent. Bis zu 100 Prozent sind die Zahlungen für Schäden und Verwaltungskosten durch Prämieneinnahmen gedeckt, oberhalb der Grenze ist das reine Versicherungsgeschäft nicht mehr profitabel. Die Lasten durch Naturkatastrophen wie den Wintersturm "Xynthia" und das Erdbeben in Chile summierten sich auf 555 Millionen Euro - mehr als doppelt soviel wie in normalen Quartalen.

manager magazin mit Material von reuters und dpa-afx

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