Hohe Streusalznachfrage K+S legt guten Jahresstart hin

Der strenge Winter hat K+S hohe Umsätze mit Streusalz beschert. Gleichzeitig lässt sich auch das Geschäft mit dem Düngezusatz Kali gut an. Folge: Umsatz und Gewinn stiegen im ersten Quartal sprunghaft. Auch für das Gesamtjahr äußert sich der Vorstand sehr zuversichtlich.

Hamburg - Die hohe Streusalznachfrage in den frostigen Wintermonaten lässt beim Salz- und Düngemittelhersteller K+S  die Kassen klingeln. Das Unternehmen baute den Umsatz im Auftaktquartal 2010 um 43 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro aus. Da auch die Anbausaison in der Landwirtschaft vielversprechend anlief, hob K+S am Dienstag auch seine Prognose für das Gesamtjahr an.

Der Kasseler Konzern will gut 6,5 (bisher: knapp sechs) Millionen Tonnen an Kali- und Magnesiumprodukte verkaufen und rechnet weltweit mit einem Kaliabsatz von 50 (45) Millionen Tonnen. "Umsatz und Ergebnis der K+S-Gruppe sollen im Jahr 2010 wieder deutlich steigen", erklärte Firmenchef Norbert Steiner.

In der Finanzkrise hatten viele Investoren dem Agrarsektor den Rücken gekehrt, in der Folge brach ab Herbst 2008 die Nachfrage nach Dünger und im Jahr 2009 auch das Ergebnis von K+S ein. Seit einigen Monaten gibt es aber vermehrt Anzeichen für eine Erholung der Branche, der weltgrößte Kali-Hersteller Potash hob Ende April seine Gewinnprognose deutlich an.

Laut K+S-Chef Steiner stieg die Düngemittelnachfrage im ersten Quartal zunächst vor allem, weil die Händler ihre Lager auffüllten. "Mittlerweile ist aber festzustellen, dass die europäische Landwirtschaft vom Handel nachgefragte Mengen deutlich erkennbar abgerufen hat", erklärte Steiner.

Mit Kali, das neben Stickstoff und Phosphat ein Hauptbestandteil von Dünger ist, erwirtschaftet K+S einen Großteil seiner Erlöse. Im ersten Quartal machte der Konzern die meisten Umsätze allerdings in seiner Salzsparte. Dazu trug neben der hohen Streusalznachfrage Anfang 2010 auch die Konsolidierung des übernommenen US-Konzerns Morton Salt bei, die rund 500 Millionen Euro an zusätzlichen Erlösen beisteuerte. K+S hatte Morton Salt im vergangenen Jahr übernommen und war dadurch zum weltgrößten Salzhersteller aufgestiegen.

Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn (Ebit I) im Vergleich zum relativ schwachen Vorjahresquartal um 54 Prozent auf 268 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn legte um 44 Prozent auf 176 Millionen Euro zu. Mit diesen Kennzahlen übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Ebit I von 244 Millionen Euro und einem Umsatz von 1,41 Milliarden Euro gerechnet hatten.

manager magazin mit Material von reuters

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