Pixelpark Mit Grossbank nach Lateinamerika

Der Internet-Dienstleister will nach einer Allianz mit der spanischen Großbank BBVA in Lateinamerika expandieren. An der Börse kommt diese Nachricht noch nicht so richtig an.

Berlin - Durch das jetzt gegründete Gemeinschaftsunternehmen mit der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) werde Spanien der Brückenkopf für die zügige Expansion in Lateinamerika. Aus dem Finanzbereich der BBVA hätten einige größere Kunden etlichen Bedarf an Internet-Leistungen angemeldet.

"Das ist der Zukunftsmarkt im Internet-Bereich", sagte Pixelpark-Gründer und Vorstandschef Paulus Neef. Es gehe jetzt darum, in Lateinamerika schnell Marktanteile zu besetzen.

An dem Joint Venture mit der BBVA in Madrid hält Pixelpark 80 Prozent der Anteile und das den Angaben zufolge größte spanische Finanzunternehmen 20 Prozent. Pixelpark steuere Know how und seine Ressourcen bei.

BBVA werde die Anlaufverluste von bis zu zwei Millionen Euro je neuem Standort tragen. In der Planung sind neben Madrid und Barcelona weitere Standorte in 23 Ländern Lateinamerikas. Die finanzielle Basis von Pixelpark werde dadurch nicht beeinträchtigt.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll als "Dachunternehmen" für mehrere Ländergesellschaften sein, die durch die Aufnahme lokaler Unternehmen oder durch Eigengründungen entstehen sollen. Gleichzeitig werde mit der Partnerschaft der international schnell wachsende Markt für mobile Kommunikation eröffnet. BBVA ist unter anderem wesentlicher Aktionär des spanischen Telekommunkationsunternehmen Telefonica.

Größter Aktionär von Pixelpark ist auch nach dem Börsengang im vergangenen Oktober der Medienkonzern Bertelsmann mit einem Anteil von 58 Prozent. 20 Prozent der Aktien werden Neef sowie Mitarbeitern gehalten. Rund 22 Prozent befinden sich in Streubesitz.