Münchener Rück Naturkatastrophen verhageln Jahresauftakt

Eine "ungewöhnliche Häufung von Naturkatastrophen" im ersten Quartal des Jahres: Nikolaus von Bomhard, Vorstandschef der Münchener Rück musste auf der Hauptversammlung schwere Belastungen vermelden. Dennoch soll das Quartalsergebnis "deutlich positiv" ausfallen.

München - Naturkatastrophen haben der Münchener Rück  den Jahresauftakt vermiest. Brutto sei im ersten Quartal eine Schadenbelastung in der Größenordnung von 700 Millionen Euro angefallen, sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch auf der Hauptversammlung des weltgrößten Rückversicherers laut vorab verbreitetem Redetext.

Davon würden allein 500 Millionen Euro auf das Erdbeben in Chile entfallen. Hinzu kämen das Erdbeben in China und Haiti, der Wintersturm "Xynthia" über Westeuropa sowie Unwetter in Australien.

Der Dax-Konzern sprach von einer ungewöhnlichen Häufung schwerer Naturkatastrophen. Von Bomhard sagte, die Münchener Rück werde trotz der hohen Belastungen ein deutlich positives Ergebnis für das erste Quartal 2010 ausweisen. Details sollen am 7. Mai veröffentlicht werden. Im Vorjahreszeitraum hatten Naturkatastrophen den Gewinn lediglich um 187 Millionen Euro gedrückt.

Rémy Marcel, Manager der Fondsgesellschaft Amundi, sieht den Rückversicherer im Trend der Branche: "Sowohl die Wachstumsaussichten als auch die Möglichkeiten der Expansion sind derzeit eher begrenzt", so Marcel gegenüber manager magazin. Deshalb investiere seine Gesellschaft in diesem Bereich sehr zurückhaltend.

manager magazin mit Material von reuters

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