Immobilien US-Hauspreise erstmals seit 2006 gestiegen

Die Preise für Wohnimmobilien in den USA sind im Februar erstmals seit gut drei Jahren wieder gestiegen. Sie kletterten im Jahresvergleich um durchschnittlich 0,6 Prozent, wie aus dem Case-Shiller-Index für die 20 größten Ballungszentren hervorgeht. Die Entwicklung ist jedoch je nach Region sehr unterschiedlich.

New York - 9 von 20 Metropolregionen in den USA verzeichneten gegenüber Februar 2009 einen Preisanstieg, wie das Case-Shiller-Institut am Dienstag meldete. Am stärksten fiel der Preisanstieg auf Jahressicht in den Metropolen der Westküste, San Francisco und Los Angeles, aus.

Den stärksten Rückgang musste erneut die Spielermetropole Las Vegas hinnehmen. Weiterhin ungebremst ist der Preisverfall außerdem in New York, Portland, Seattle, Charlotte und Tampa.

Der durchschnittliche Preisanstieg um 0,6 Prozent auf Jahressicht bedeutet jedoch noch keine Entwarnung für den Immobilienmarkt: Bislang stützt der Staat mit Steueranreizen und Geldspritzen den Häusermarkt. Bis Ende April erhalten Hauskäufer zum Beispiel eine Steuererstattung von rund 5000 Dollar, das Anreizprogramm läuft jedoch Ende dieser Woche aus.

Die staatlichen Steueranreize hätten sicherlich zu der Stabilisierung am Häusermarkt beigetragen, sagte David Blitzer, Chairman des Index-Komitees bei Standard & Poor's. Er wies außerdem darauf hin, dass die Zahl der Zwangsversteigerungen auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen sei - trotz der Bemühungen der US-Regierung, Zwangsversteigerungen durch so genannte "Short Sales" zu ersetzen.

Entscheidend für den längerfristigen Trend seien die Preise in den Frühjahrsmonaten März bis Juni, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management.

Von Januar auf Februar 2010 sackten die Preise wie erwartet um 0,9 Prozent. Der Einbruch des US-Immobilienmarktes gilt als einer der Auslöser für die weltweite Finanzkrise.

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