Banken Lloyds zurück in den schwarzen Zahlen

Die britische Bank Lloyds kündigt überraschend für das erste Quartal 2010 einen Gewinn an. Dank des Konjunkturaufschwungs soll zudem für das Gesamtjahr ebenfalls ein Überschuss entstehen. Lediglich irische Gewerbeimmobilien-Engagements bereiten den Lloyds-Bankern noch Kopfzerbrechen.

London - Die teilverstaatlichte britische Lloyds Banking Group sieht Licht am Ende des Tunnels: Weil sich die Belastungen im Zusammenhang mit Kreditausfällen verringert hätten, kündigte die Bank am Dienstag überraschend schon für das abgelaufene erste Quartal einen Gewinn an.

Auch für das Gesamtjahr 2010 ist die Bank zuversichtlich, unter dem Strich ein Plus zu verbuchen. Der Wertverlust habe sich deutlich verlangsamt und entwickele sich besser als noch vor zwei Monaten angenommen, teilte die Bankengruppe mit. Geholfen habe dabei auch die wirtschaftliche Belebung. Verluste bei Gewerbeimmobilien in Irland bleiben den Angaben nach aber ein Problem. Auch sei der Wertverlust in der internationalen Sparte im ersten Quartal auf hohem Niveau geblieben, wenngleich geringer als im vierten Quartal 2009.

Die größte Privatkundenbank Großbritanniens musste mit öffentlichen Geldern vor dem Aus gerettet werden. Der Staat ist noch mit 41 Prozent engagiert. Lloyds-Aktien  reagierten in London mit Kursaufschlägen von 1,7 Prozent.

manager magazin mit Material von reuters

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