2,8 Milliarden Euro Quartalsgewinn Deutsche Bank toppt Erwartungen

Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn in den ersten drei Monaten deutlich gesteigert. Vor Steuern sei das Ergebnis um 54 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Bank mit. Entscheidend sei das Investmentbanking gewesen.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank  hat ihren Gewinn zum Jahresauftakt deutlich gesteigert und die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen. Das größte deutsche Geldhaus verdiente im ersten Quartal vor Steuern 2,8 Milliarden Euro, eine Milliarde mehr als vor Jahresfrist, wie die Deutsche Bank am Dienstag mitteilte.

Nach Steuern stand ein Gewinn von 1,8 (Vorjahreszeitraum: 1,2) Milliarden Euro in den Büchern. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Vorsteuerergebnis von knapp zwei Milliarden Euro und einem Gewinn von rund 1,4 Milliarden Euro gerechnet.

"Im ersten Quartal 2010 hat sich die Weltwirtschaft spürbar stabilisiert, auch wenn noch einige Risiken verbleiben. In diesem ökonomischen Umfeld hat die Deutsche Bank erneut ihre Ertragsstärke bewiesen und ihr zweitbestes Quartalsergebnis vor Steuern erzielt", sagte Vorstandschef Josef Ackermann. "Entscheidend für das gute Ergebnis im ersten Quartal 2010 war unser Geschäft im Investmentbanking", fügte er hinzu.

Die Sparte habe mit einem Vorsteuergewinn von 2,7 Milliarden Euro so viel wie noch nie in einem Quartal verdient. Dabei reduzierte die Bank nach eigenen Angaben den Eigenhandel massiv und baute die Risikopositionen ab.

Auch weiterhin rechnet die Bank im Investmentbanking mit einem boomenden Geschäft. Für den Bereich zeichne sich 2010 ein weiteres gutes Jahr ab, auch wenn das Ertragsniveau in den meisten Segmenten niedriger als im Vorjahr liegen dürfte, erklärte die Deutsche Bank in ihrem am Dienstag veröffentlichten Quartalsbericht. Das Privatkundengeschäft solle sich stabilisieren, im Geschäft mit Firmenkunden sei dagegen von einem anhaltend schwierigen Umfeld auszugehen.

Bankchef Ackermann bekräftigte das Ziel der Bank, bis 2011 ein Ergebnis vor Steuern von zehn Milliarden Euro zu erreichen.

manager magazin mit Material von Nachrichtenagenturen

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.