Infineon Zu viele Aktien für den Vorstand?

Das Papier gibt am Vormittag weiter nach und erreicht inzwischen den Kurs der Erstnotiz. Dafür steigt die Aufregung um die Aktien für den Vorstand.

Frankfurt - Von der allgemeinen leichten Börsenerholung spüren Infineon-Aktionäre heute nichts. Notierte das Papier gestern noch bei rund 73 Euro, liegt der Kurs nun bei etwas über 70 Euro und damit im Bereich der Erstnotiz.

Offenbar belasten weiterhin Gewinnmitnahmen das Papier. Die gestrigen Verluste am Gesamtmarkt könnten etliche Anleger dazu bewegt haben, sich wenigstens den Zeichnungsgewinn zu sichern.

Unterdessen klärt "Bild" seine Leser weiter über die Mechanismen der Börse auf. "Die Bosse" hätten sich "die Taschen vollgestopft", titelt das Blatt und meint damit das "friends & family"-Programm.

Wie bei allen Börsengängen üblich, haben Vorstände, Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten die Möglichkeit, Aktien in der Zeichnungsfrist zu erwerben. Die Zuteilung fällt in der Regel grösser als die für Privatanleger. Der "Millionendeal" ist, so räumt auch "Bild" ein, "völlig legal".

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre wird mit der Meinung zitiert, dass Belegschaftsaktien in Ordnung seien, die Vergabe von Aktien an den Vorstand jedoch einen "bitteren Geschmack" erhalte.