Verluste Deutliche Schieflage

Die Berliner Bank, eine Tochter der Bankgesellschaft Berlin, ist nach Zeitungsberichten angeschlagen.

Die Berliner Bank muß offenbar mindestens 2000 Stellen abbauen. Möglicherweise wird sie sogar ganz im Mutterkonzern, der überwiegend landeseigenen Bankgesellschaft Berlin aufgehen. Der Vorstandschef der Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, sagte dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zufolge, die Berliner Bank habe ihre Schieflage viel zu lange mit Neugeschäften ausgeglichen. Er wolle mindestens 2000 Stellen streichen und erwäge die komplette Übernahme der Bank in die Muttergesellschaft. Ein Verkauf der BerlinHyp zur Finanzierung allerdings komme nicht in Frage.

Die "Berliner Zeitung" zitierte führende Mitarbeiter der Berliner Bank mit Kritik an Rupfs Absicht, das Tochterinstitut abzuwickeln. Der Wertberichtigungsbedarf der Berliner Bank liege im Plan, und es seien nur Altengagements betroffen. Bei der ebenfalls zur Bankgesellschaft gehörenden Landesbank LBB dagegen sei das Risikomanagement erst in jüngster Zeit aus dem Ruder gelaufen. Der Zeitung zufolge ist von einer Milliarde Mark Risikoaufwand die Rede. Die Kritiker hielten dem Mutterkonzern vor, er habe diese Schieflage nicht rechtzeitig erkannt.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.