Porsche Gewinn verdoppelt

Der Stuttgarter Sportwagenbauer hat im Geschäftsjahr 1997/98 seinen Gewinn verdoppelt - deshalb soll es eine kräftig erhöhte Dividende geben.

Stuttgart - Pro Vorzugsaktie sollen - inklusive fünf Mark Jubliläumsbonus - 25 Mark nach 15 Mark zuvor ausgeschüttet werden, pro Stammaktie 24 Mark Mark nach 14 Mark zuvor. Das teilte Porsche am Freitag in einer Pflichtmitteilung an die Börse mit. Porsche hatte im Sommer den 50. Geburtstag gefeiert.

Der Umsatz des Konzerns stieg um 20 Prozent auf den Rekordwert von 4,9 Milliarden Mark. Der Jahresüberschuß betrug 276,9 Millionen Mark nach 139,4 Millionen Mark zuvor. "Die Gründe dafür sind vielfältig", sagte der Sprecher der Porsche AG, Anton Hunger. Der Export und besonders das US-Geschäfts seien sehr gut gelaufen. Auch profitierte der kleinste Serienhersteller der Welt vom Trend nach höherwertiger Autoaustattung.

Der Konzern verkaufte 36.686 Autos - 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit mehr als 38.000 produzierten Wagen stellte Porsche die selbstgesteckte Marke ein, sagte Hunger. Auch für 1998/99 hat der Hersteller dank eines guten Auftragspolsters nach eigenen Angaben gute Umsatz- und Gewinnperspektiven, hieß es in der Mitteilung.

An die Aktionäre werden 42,86 Millionen Mark nach 25,4 Millionen Mark zuvor ausgeschüttet. Das sei eine Rekordsumme. 207 Millionen Mark des Gewinns sollen in die Rücklagen gehen. Nähere Angaben zu dem Produktionsstandort des geplanten neuen Mehrzweckwagens wurden in der Mitteilung nicht gemacht. Derzeit baut Porsche die Baureihen 911 und Boxster. Möglicherweise wird sich Porsche-Konzernchef Wendelin Wiedeking am 3. Dezember auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart dazu näher äußern.

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