Metro Konzernumbau soll Gewinn anschieben

Nach dem Krisenjahr 2009 plant der Handelskonzern Metro für dieses Jahr höhere Gewinne. Dabei soll die Aufspaltung des Großhandelsgeschäfts helfen. Damit ist der Umbau des Unternehmens offenbar nicht abgeschlossen - Metro treibt die Trennung von Kaufhof voran.

Düsseldorf - Der Handelsriese Metro  traut sich 2010 wieder steigende Gewinne zu. Der Konzern erwarte einen "spürbaren Anstieg" des Ergebnisses, erklärte Vorstandschef Eckhard Cordes am Mittwoch in Düsseldorf. Auch der Umsatz soll zulegen, werde aber unter dem mittelfristigen Ziel einer Steigerung von mehr als 6 Prozent liegen.

Das Ergebnis vor Sonderfaktoren solle mittelfristig um 10 Prozent pro Jahr zulegen - stärker als bislang erwartet. Dabei soll auch das Sparprogramm Shape helfen. Zudem hat Cordes der Metro einen umfassenden Konzernumbau verordnet und will dazu die wichtige Vertriebslinie Cash & Carry aufspalten.

Im vierten Quartal 2009 schrumpfte der Umsatz auf 19,4 (20,1) Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebit) vor Sonderfaktoren sank auf 1,27 (1,36) Milliarden Euro. Die Zahlen lagen im Rahmen der Markterwartungen.

Im Krisenjahr 2009 verdiente der Konzern bei sinkenden Umsätzen insgesamt weniger. Der Überschuss sank auf 519 (558) Millionen Euro, das Ebit vor Sonderfaktoren auf 2,024 (2,22) Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende auf Vorjahreshöhe erhalten. Pro Stammaktie will Metro 1,18 Euro ausschütten.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro treibt laut Unternehmenskreisen die Trennung von seiner Kölner Warenhaustochter Kaufhof voran. Der Düsseldorfer Konzern befindet sich in Gesprächen mit Investoren über den Kaufhof, verlautete am Mittwoch in Unternehmenskreisen.

Die Metro AG zählt die Warenhäuser seit längerem nicht mehr zum Kerngeschäft. Ein Verkauf sollte aber ohne Zeitdruck erfolgen. Im Geschäftsjahr 2009 steigerte Kaufhof den bereinigten operativen Gewinn Ebit um 3,4 Prozent auf 119 Millionen Euro. Dabei wurden Kosten für den Konzernumbau herausgerechnet. Der Umsatz von Kaufhof nahm um 1,9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ab.

manager magazin mit Material von reuters