Hilfe Lebenmittel für Rußland

Die USA und Rußland haben sich nach zähen Gesprächen über einen Kredit für Nahrungsmittel geeinigt.

Moskau - Die Einigung kam am Freitag zustande. Nach den Gesprächen seien in Moskau drei Vereinbarungen unterzeichnet worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Den Angaben zufolge soll Rußland einen Kredit von 600 Millionen Dollar für den Kauf amerikanischer Lebensmittel erhalten. Angesichts drohender Versorgungsengpässe wollten die USA zusätzlich 1,5 Millionen Tonnen Getreide und 100.000 Tonnen anderer Lebensmittel kostenlos liefern.

Die Gespräche waren am Donnerstag nach einer ersten Einigung wegen Differenzen über die Besteuerung und die Verwendung der Hilfen unterbrochen worden. Der russische Vizeregierungschef Gennadi Kulik sagte am Freitag, beide Seiten hätten Einigkeit über die Verteilung und Überwachung der Lebensmittellieferungen erzielt.

Mit dem Kredit soll Rußland je 500.000 Tonnen Mais und Bohnen, 200.000 Tonnen Getreide, 120.000 Tonnen Fleisch sowie Milchpulver aus den USA einführen. Der Kredit mit einem Jahreszins von zwei Prozent werde eine Laufzeit von 20 Jahren haben. Erste Rückzahlungen seien erst in fünf Jahren fällig.

Wegen einer langen Dürreperiode hat Rußland in diesem Jahr mit etwa 50 Millionen Tonnen die schlechteste Getreideernte seit den 50er Jahren eingefahren. Die Fleischproduktion geht in diesem Jahr nach offiziellen Prognosen um 200.000 Tonnen auf 1,3 Millionen Tonnen zurück. In einigen Regionen werden Versorgungsengpässe befürchtet.

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