Umsatz fällt Börse straft Praktiker ab

Die Baumarktkette Praktiker hat im vergangenen Jahr Geschäft an die Konkurrenz in Deutschland verloren. Das Unternehmen kämpft zudem weiter mit Problemen in Osteuropa. Obwohl die Investoren schwächere Umsätze erwartet hatten, gab die Aktie kräftig nach.

Frankfurt am Main - Der Konzernumsatz sei um mehr als 6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte Praktiker  am Donnerstag mit. Die Erlöse im Heimatmarkt schrumpften um rund 2 Prozent. Dagegen hat die Baumarktbranche im Inland nach Einschätzung des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau und Gartenfachmärkte (BHB) zugelegt.

Für das Gesamtjahr 2009 werde ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 0,5 und bis 1 Prozent erwartet, sagte ein BHB-Sprecher. Der gesamte Einzelhandel schrumpfte nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes um 2,5 bis 2,7 Prozent.

Obwohl Praktiker bereits einen "moderaten Umsatzrückgang" in Aussicht gestellt hatte, zeigten sich Börsianer enttäuscht. Die Aktie war mit einem Minus von mehr als 7 Prozent schwächster Titel im Nebenwerteindex MDax . Die Analysten der BHF Bank monierten vor allem das schwache Inlandsgeschäft. Praktiker konkurriert hierzulande unter anderem mit der zu Tengelmann gehörenden Baumarktkette OBI und dem im SDax  gelisteten Hornbach-Konzern.

Zum voraussichtlichen Gewinn äußerte sich Vorstandschef Wolfgang Werner auch eine Woche nach Jahresende vorsichtig. "So wie es aussieht", erwarte er für das abgelaufene Jahr "ein angemessenes, positives Ergebnis". Genaue Zahlen will der Konzern am 26. März bekanntgeben.

Im Ausland litt der Konzern unverändert unter der schwachen Nachfrage der Heimwerker in den krisengeschüttelten Ländern Osteuropas und unter der starken Abwertung mehrerer Währungen in dieser Region. In Euro bilanziert, brachen die Auslandsumsätze im fast 16 Prozent ein. Das internationale Geschäft macht knapp 30 Prozent der Konzernumsätze aus.

manager-magazin.de mit Material von reuters