Im Januar Deripaska bringt Rusal an die Börse

Der weltgrößte Aluminiumproduzent Rusal des russischen Oligarchen Oleg Deripaska geht im Januar in Hongkong an die Börse. Der angeschlagene Konzern will den IPO-Erlös zur Schuldentilgung verwenden. Eine gewaltige Umschuldung hat den Börsengang überhaupt erst ermöglicht.

Moskau - Rusal hat seinen mit Spannung erwarteten Börsengang für den 27. Januar 2010 angekündigt. Man gehe von einem Preis von 9,10 bis 12,50 Hongkong-Dollar pro Aktie aus, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Rusal rechne mit einem Erlös von bis zu rund 2,6 Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro), der zur Schuldentilgung genutzt werden soll. Laut Moskauer Medien steht das angeschlagene Unternehmen mit rund 16 Milliarden Dollar bei Gläubigern im In- und Ausland in der Kreide.

Der Börsengang war durch eine gewaltige Umschuldung möglich geworden. Dazu hatte sich Deripaska mit Gläubigern vor kurzem auf die Umstrukturierung von 7,4 Milliarden Dollar bis 2013 geeinigt. Der britische Fonds Blue Crest hatte als letzter von insgesamt 73 Kreditgebern nach fast einjährigen Verhandlungen seine Unterschrift unter die Vereinbarung gesetzt.

Zuvor hatten russische Staatsbanken sowie der Moskauer Milliardär Michail Prochorow zugestimmt. Als Sicherheit verpfändet der russische Konzern Minderheitsanteile an den sibirischen Aluminiumbetrieben Sajan, Bratsk und Krasnojarsk.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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