Handelsplattform Londoner Börse übernimmt Turquoise

Die Londoner Börse wird 60 Prozent an der alternativen Handelsplattform Turquoise übernehmen. Der mit Verlusten kämpfende wesentlich kleinere Rivale solle mit der alternativen Handelsplattform des Börsenbetreibers verschmolzen werden.

Berlin - Für zwei Jahre werde die Londoner Börse (London Stock Exchange, LSE den neu entstehenden Bereich, der sich europaweit auf die Abwicklung anonym bleibender Geschäfte spezialisieren soll, voll finanzieren. Das teilte teilte der Börsenbetreiber am Montag in London mit. Diese sogenannten "Dark Pools" gewinnen zunehmend an Marktanteil. Die europäischen Aufsichtsbehörden haben wegen der geringen Transparenz bereits Bedenken angemeldet.

Anfang Oktober hatte die Londoner Börse erstmals ihr Interesse an einer Übernahme von Turquoise angemeldet. Die von neun Banken - darunter auch die Deutsche Bank  - ins Leben gerufene Handelsplattform ist erst vor gut einem Jahr an den Start gegangen. Sie schreibt zwar Verluste, hat aber immerhin einen Marktanteil von etwa 7 Prozent. Auch der transatlantische Börsenbetreiber Nasdaq OMX  hatte Interesse an Turquoise bekundet.

Die Aktien der LSE stiegen in der ersten Handelsstunde um gut ein Prozent und damit deutlicher als der Gesamtmarkt.

manager magazin mit Material von reuters