Automarkt Volkswagen meldet Verkaufserfolg

Volkswagen hat im November bei den weltweiten Auslieferungen das größte Plus in diesem Jahr erzielt. Gegenüber 2008 stieg der Absatz um fast ein Fünftel. Ein Grund war noch die Abwrackprämie. Trotz des Erfolgs warnt der Konzern aber vor zu großem Optimismus.

Hamburg - Der Volkswagen-Konzern hat im November bei den weltweiten Auslieferungen den höchsten Zuwachs in diesem Jahr verbucht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz weltweit um fast ein Fünftel auf 531.300 Fahrzeuge, wie das Dax-Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei profitierte der Konzern im deutschen Heimatmarkt noch von der mittlerweile ausgelaufenen Abwrackprämie.

Trotz des Zuwachses bleibt Volkswagen  vorsichtig. Eine durchgreifende Besserung auf den internationalen Automobilmärkten sei im kommenden Jahr noch nicht in Sicht. Das nächste Jahr werde äußerst schwierig. Von Januar bis November erzielte der Konzern ein Plus von 2 Prozent auf 5,85 Millionen Wagen. Für das Gesamtjahr rechnet VW mit einem leichten Auslieferungsplus.

"Wir haben im bisherigen Jahresverlauf unsere Erwartungen übertreffen können", sagte Vertriebschef Detlef Wittig. Weltweit sei im nächsten Jahr auf den einzelnen Märkten indes mit einer sehr unterschiedlichen Marktentwicklung zu rechnen. Während in China ein anhaltender Aufwärtstrend zu erwarten sei, rechne VW vor allem in Europa mit einem deutlichen Rückgang. "Entwarnung kann daher nicht gegeben werden."

Das Absatzplus im November ist in erster Linie auf das gute Abschneiden der Kernmarke Volkswagen und der tschechischen Tochter Skoda zurückzuführen. Die VW-Auslieferungen stiegen um 25,8 Prozent auf 334.500 Wagen. Nach elf Monaten im laufenden Jahr lagen die Verkäufe der VW Personenwagen um 9,8 Prozent im Plus bei 3,7 Millionen Stück. Skoda verkaufte im November mit 55.500 Wagen 26 Prozent mehr.

Auch die bayerische Tochter Audi konnte im vergangenen Monat deutlich zulegen und steigerte ihre Verkäufe um 8,9 Prozent auf 82.760 Wagen. Besonders in China konnten die Ingolstädter mehr Fahrzeuge absetzen. Die spanische Marke Seat verkaufte 8,0 Prozent mehr Wagen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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