Managergehälter Goldman Sachs will Boni in Aktien zahlen

Der Streit um hohe Bonuszahlungen an Banker geht weiter. Die US-Bank Goldman Sachs plant, ihre Boni künftig nur noch in Form von Aktien auszuzahlen. So will das Institut das Interesse seiner Manager am langfristigen Erfolg steigern.

London/Frankfurt am Main - Die US-Bank Goldman Sachs  reagiert auf die anhaltende Kritik an hohen Bonus-Zahlungen. Wie die Bank am Donnerstag in New York mitteilte, sollen die Erfolgs-Boni 2009 für die 30 führenden Manager ausschließlich in Form von Aktien gezahlt werden.

Die Banker dürften die Papiere erst nach einer Haltefrist von mindestens fünf Jahren wieder veräußern. Dieser Regelung sollten die Anteilseigner auf einer Hauptversammlung im kommenden Jahr zustimmen.

"Damit stellen wir sicher, dass sich die Bonuszahlungen an der Entwicklung des Unternehmens ausrichten", sagte Bank-Chef Lloyd C. Blankfein. Zudem hätten die Anteilseigner Einfluss auf die Zahlungen.

Die Bank betonte, mit der jetzt gefundenen Regelung solle ein langfristiger Unternehmenserfolg unterstützt und gleichzeitig das Eingehen zu großer Risiken vermieden werden.

Zum Hintergrund: Seit Tagen wird wieder heftig über die Bonuszahlungen im Bankgewerbe diskutiert. Auslöser war die Entscheidung der britischen Regierung, diese Zahlungen künftig mit einer 50-prozentigen Steuer zu belegen. Auch Frankreich plant angeblich eine solche Steuer.

Während sich die Finanzindustrie heftig gegen solche Vorhaben stemmt, äußerte die Bundesregierung ebenfalls Sympathien. In Berlin wird eine Steuer auf Boni aber nicht ins Auge gefasst. Stattdessen sollen die Banken an den Lasten der Krise über eine Finanzmarkttransaktionssteuer beteiligt werden.

manager magazin mit Material von reuters und dpa-afx

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